Emirates nimmt Medina und neue Jets ins Visier
von Jannis FrechEmirates fliegt ab Juli zweimal wöchentlich ins saudi-arabische Medina. Noch in diesem Jahr sollen außerdem neue Flugzeuge bestellt werden.
Mit dem A330-200 von Dubai nach Medina
Der Name verspricht einiges: Medina, arabisch al-medinah al-munawwara, übersetzt „die erleuchtete Stadt“. In Saudi-Arabien gelegen, gilt sie nach Mekka als zweitheiligste Stadt des Islams – und ist damit ein beliebtes Reiseziel für Pilger und Touristen aus aller Welt. Ab dem zweiten Juli bietet nun auch Emirates Flüge nach Medina an. Zweimal wöchentlich geht es von Dubai aus in die rund 900.000 Einwohner zählende Stadt. Bedient wird die Route allerdings nur in der Sommersaison.
Jeweils Freitags und Sonntags startet Flug Nummer EK 3807 um 1:15 Uhr in Dubai und erreicht Medina um 3:00 Uhr Ortszeit. Der Rückflug EK 3808 verlässt Medina um 4:35 Uhr und landet um 8:15 Uhr wieder in Dubai. Emirates setzt auf dem knapp dreistündigen Flug einen Airbus A330-200 ein, der 12 First-, 42 Business- und 183 Economy-Passagieren Platz bietet (Sitzplan des A330-200).
„Wir sind zuversichtlich, dass von diesem Service sowohl diejenigen profitieren, die als Urlauber nach Medina reisen, als auch diejenigen die Medina als Teil einer Pilgerreise besuchen“, sagte Ahmed Koory, Emirates’ Betriebsleiter für die Golfregion. Die Flüge böten zudem exzellente Anschlussmöglichkeiten nach Australien, in den Fernen Osten und nach Europa. Medina ist für Emirates bereits das vierte Ziel in Saudi-Arabien, nach Riyadh, Jeddah und Dammam.
Währenddessen setzt die Airline offensichtlich auch bei ihrer Flugzeugflotte weiter auf Expansion. Der Konzern werde noch in diesem Jahr weitere Käufe oder Bestellungen von Flugzeugen bekannt geben, sagte Emirates-Chef Ahmed bin Said al-Maktum dem TV-Sender Dubai One. Um welche Flugzeugtypen es geht wurde nicht bekannt. Bereits im Juli 2008 hatte Emirates allerdings eine Absichtserklärung über den Kauf von 30 Airbus A330-300 unterzeichnet, die bis heute nicht in eine Festbestellung umgewandelt wurde.
Die Auswirkungen der Luftraumsperrung in Europa nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull seien aufgrund „sehr starker Geschäftszahlen“ für die Airline nicht schwerwiegend, so al-Maktum. Emirates habe zwar einen Verlust von 66 Millionen US-Dollar erlitten, den die Versicherungen nicht übernehmen würden, man könne notfalls aber sogar eine zweiwöchige Betriebsunterbrechung überleben.




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